Freitag, 16. November 2012

Welt verändern, leicht gemacht


Was ich bin?
 

Eine Zahnbürste. Eigentlich nichts besonderes. Warum Sie mich dann hier im Mittelpunkt stehen sehen? Weil an mir doch etwas besonderes ist – Sie können meinen Bürstenkopf von meinem Griff trennen.
Das ist doch auch nichts besonderes, meinen Sie?
Dann gehen Sie mal in einen Drogeriemarkt und suchen mich. Da hängen 32 verschiedene Zahnbürsten neben-, über- und untereinander. In allen Formen, in allen Farben, mit allen scheinbar zahngesundheitsunverzichtbaren Attributen ausgestattet. Aber keine meiner Kolleginnen lässt es zu, daß ihr Kopf von ihrem Griff getrennt wird
Warum auch, fragen Sie?
Genau deshalb stehe ich hier, um Sie darüber zum Nachdenken zu bringen. Wir Zahnbürsten sind alle aus Plastik. Mein Griff wiegt 8 Gramm, die superergonomisch-quietschbuntracinggestylten Kollegen bringen sicher noch ein bischen mehr auf die Waage.
Wie häufig wechseln Sie Ihre Zahnbürste?

Alle 3 Monate? Dann tun Sie genau das, was Ihr Zahnarzt
empfiehlt. Und die Zahnbürstenhersteller erfreut. Aber die Umwelt nicht. Rechnen wir doch einfach mal hoch:das sind in einem Jahr pro Kopf 32 Gramm. Nehmen wir nur mal die Hälfte der 82 Millionen Bundesbürger – weil ja nicht alle ihre Zähne putzen und einige eine der elektrischen Kolleginnen haben – dann macht das im Jahr 164 Millionen Zahnbürsten, also 1.312.000.000 Gramm nur für die Griffe. Hä, wieviel? 1 Milliarde 312 Millionen Gramm. Noch einfacher?

Das sind 1.312.000 Kilo oder 1.312 Tonnen.
Spaßeshalber können wir das auch optisch darstellen. Ein Bürstengriff ist durchschnittlich 16 cm lang. Wenn wir alle unnötig verbrauchten Bürstengriffe eines Jahres der halben Bundesbürgerschaft aneinander legen,macht das 2.624.000.000 cm, also

26.240 Kilometer. Damit kommen wir von Mainz aus einmal rund um die Erde und nochmal extra von Bonn nach London. Einmal pro Jahr, jedes Jahr von Neuem!

Dabei würde es doch völlig ausreichen, nur den Bürstenkopf auszutauschen

Mein Griff ist aus hygienischem Plastik, den können Sie reingen; wenn Sie wollen sogar desinfizieren, der nutzt nicht ab, der wird nicht schlecht, egal wie lange Sie ihn benutzen.
Wenn ich mal aus dem Bürstenkästchen plaudern darf:
meine Besitzerin benutzt meinen Griff seit 7Jahren! Darüber freue nicht nur ich mich, sondern auch die Umwelt. Und die Hersteller? Genauso, denn die
verkaufen ja ihre Bürstenköpfe.
Die Auswahl ist zwar noch nicht sehr groß, weil Sie noch nicht nach mir gefragt haben, aber wir kennen ja das Spiel von Angebot und Nachfrage. Also fragen Sie doch einfach mal bei den Herstellern nach
So können wir ganz leicht die Welt verändern!

Quellenangaben


Zahnärzte empfehlen einen Zahnbürstenwechsel alle 3 Monate


http://www.ohne-zahnarztangst.de/2011/10/die-zahnburste-wechseln/

Deutschland hat 82 Millionen Bundesbürger
 Statistisches Bundesamt Deutschland http://www.destatis.de
  Wie häufig wechseln Bundesbürger ihre Zahnbürsten?
 Eine Umfrage der gfk im Auftrag der Apothekenrundschau: 86% der Frauen und 76% der Männer wechseln mindestens alle 2-3 Monate, 36% der Frauen und 30% der Männer sogar jeden Monat.

http://www.zahnnews.de
Der Deutsche Ärzte-Verlag geht sogar laut Absatzdaten 2006 von 194 Millionen verkauften Zahnbürsten aus

http://www.zahnheilkunde.de/beitragpdf/pdf_5473.pdf

Erdumfang

http://de.wikipedia.org/wiki/Erdradius<

Informationen zu Wechselkopf-Zahnbürsten

http://www.schrotundkorn.de/1998/sk9803g2.htm

http://www.label-online.de/label-datenbank?label=283

Nur zwei Hersteller bieten Zahnbürsten mit Wechselköpfen an

Frisetta mit Monte Bianco (Bio-Drogerien oder Internet) und

Gaba mit Aronal Öko-Dent (konventionelle Drogerien)


Dieser Text erscheint unter copyleft und freut sich darauf, verbreitet zu werden.
Die Autorin Britta-Marei Lanzenberger freut sich, wenn sie genannt wird: www.merkpunkt.de.

Danke!

Sonntag, 4. November 2012

Ihr seid mir so Helden.


Sich die Helden unserer Zeit einmal ansehen dachte ich, das ist mir doch auch mal eine 3 Stunden Anreise mit dem Zug nach Stuttgart wert.
Mein Besuch auf dem Heldenmarkt in Stuttgart/Fellbach am Sonntag 4.Nov.

Darüber hinaus ist es in der Republik bekannt: in Stuttgart ist Bewegung, da ändert sich was, politisch und so. oder? hmmm. Gesehen hab ich noch nichts davon, kommt sicher noch. vielleicht?!..... vielleicht auch nicht?

Am Bahnhof angekommen geht es weiter mit der U-Bahn die man eigentlich Straßenbahn nennen müsste,mit einer Untergrundstation am Hauptbahnhof den die U1 fährt jetzt nicht wirklich im Untergrund nach Fellach.
An der Alte Kelter in Fellbach, die "Messehalle" sozusagen, da will man von mir erst mal 6 Euro Eintritt hmmm?! Wenn ich mir die Aussteller in Berlin ansehe und so im Nachhinein das Angebot und die Hallengröße hier sehe finde ich es etwas teuer denn auch in Berlin kostet es 6 Euro.
Es wird mir auch schnell klar es wird heute rappel voll in der Halle.
Aber egal, erstmal einen Kaffee. Was sehe ich da? Kaffee im Pappbecher. Ooooh maaann das ist hart.
Die Messe hat den Untertitel " Messe für Nachhaltigen Konsum" oder "Shoppen für Weltverbessere"
und dann so was.
Da gehe ich doch lieber ein Bier trinken bei der Bio Brauerei Neumarkter Lammsbräu und was muß ich dort erblicken Getränke im Tetrapak oder zum probieren des Getränkeangebots kleine Apotekerplastikbecher. So was ist Nachhaltig? Wie kann man nur Gutes in Müll verpacken oder ausschenken.
Beim Stand vom Kornkreis gibt es auch leckeres zum probieren allerdings auch mit Einweggeschirr und Besteck, da ist mir der Appetit vergangen. danke!
Am Stand vom Tiroler Bauernstadel gibt es in Plastik eingeschweißte Wurst und Käse da sage ich mir nur: nichts wie weg.
Ein Vortrag von der Triodos Bank scheint sehr Interessant aber auch hier sitzen die Zuhörer auf Plastik Behälter ??
Da sollten doch die Leute vom Greenpeace-Stand mal über die Millionen von Tonnen an Plastikmüll in unseren Weltmeeren einen Vortrag halten.
Was soll ich sagen ich war schnell wieder draußen Helden für Nachhaltigen Konsum stell ich mir doch irgendwie anders vor.
Ihr seit mir so Helden. Danke!

Dienstag, 23. Oktober 2012

So ALLERLEI: Wir blasen euch den Marsch

So ALLERLEI: Wir blasen euch den Marsch: Wir blasen Euch den Marsch! Keine Patente auf Pflanzen und Tiere – Keine Gentechnik auf dem Acker, im Futter und in Lebensmitteln ! Auf...

Wir blasen euch den Marsch

Wir blasen Euch den Marsch!

Keine Patente auf Pflanzen und Tiere – Keine Gentechnik auf dem Acker, im Futter und in Lebensmitteln !




Aufruf zur öffentlichen Demonstration 30. November 2012.

Auftakt: ab 11 Uhr, am Odeonsplatz in München,

Abschlussaktion: 13 Uhr Europäisches Patentamt in München (Erhardtstr).

Patente auf Pflanzen und Nutztiere ermöglichen es Firmen wie Monsanto, Dupont, Syngenta, Bayer,BASF und der KWS Saat AG sich Monopolrechte an Pflanzen und Tieren zu sichern.Die internationalen Konzerne übernehmen so die Kontrolle über die Grundlagen der Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung. Gleichzeitig drücken die Konzerne immer mehr gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Markt, für deren Sicherheit niemand garantieren kann.

Zeit dagegen zu protestieren! Gemeinsam blasen wir der Gentechnik-Industrie den Marsch !

Mit Blasmusik gegen Patente auf Leben und Gentechnik in der Landwirtschaft. Und alle

bringen was mit: Trommeln und Trompeten, Pauken und Posaunen.......


Am 30.11.2012 läuft eine Frist für Einwendungen gegen ein wichtiges Patent am Europäischen Patentamt (EPA) in München ab: Die Öffentlichkeit kann bis dahin noch einmal Stellung beziehen zur Frage der Patentierbarkeit von Pflanzen und Tieren. Anlass ist das Patent auf eine konventionell gezüchtete Tomate mit geringerem Wassergehalt – die sogenannte Schrumpeltomate (EP 1211926). Das EPA hat bereits 2.000 Patente auf Pflanzen und 1.200 Patente auf Tiere erteilt. Treiber der Entwicklung sind Konzerne wie Monsanto, Bayer, Syngenta, Dupont, die KWS Saat AG und BASF, die Pflanzen und Tiere, Saatgut und Lebensmittel patentieren und sich so nach und nach unsere Lebensgrundlagen aneignen wollen. Gleichzeitig drücken die Konzerne ihre risikobehafteten Gentechnik-Pflanzen auf den Markt. Die meisten produzieren Insektengifte oder sind resistent
gegen Pestizide. Diese Entwicklung ist ein Irrweg für die Landwirtschaft und ein unzumutbares Risiko für die Verbraucher.

Stopp der EU Zulassungen für gentechnisch veränderte Pflanzen !

Stopp der Patentierung von Pflanzen und Tieren !

ViSdP: Georg Janßen, AbL - Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V

Donnerstag, 27. September 2012

UmFairteilen

Die Spaltung in Arm und Reich schreitet in Deutschland voran. Das belegen Zahlen aus dem Entwurf des aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: Zehn Prozent der Deutschen verfügen inzwischen über 53 Prozent des Gesamtvermögens.
Dagegen kommen die "unteren" 50 Prozent der Haushalte nur noch auf einen Anteil von gerade einmal einem Prozent am Nettovermögen. Matthias Höhn, Bundesgeschäftsführer der LINKEN, bezeichnete den Bericht als "Armutszeugnis" und forderte eine deutliche Anhebung des Spitzensteuersatzes, die Einführung einer Millionärsteuer sowie gute Löhne, einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn und ein Verbot von Leiharbeit.

Mit machen beim Aktionstag am 29.09.2012 Umfairteilen

In viel Städten in Deutschland.
 

Freitag, 4. Mai 2012

EHEC-Krise ein Jahr danach

Ein Newsletter von Foodwatch hier veröffentlicht:


ein Jahr nach der EHEC-Krise im Frühjahr 2011 hat die Bundesregierung eine bemerkenswerte Bilanz gezogen: Die größte je in Deutschland bekannt gewordene EHEC-Epidemie sei "erfolgreich bewältigt" worden, schwärmten die Minister für Gesundheit und Verbraucherschutz, Daniel Bahr (FDP) und Ilse Aigner (CSU) gestern in einer gemeinsamen Presseerklärung. Und lobten in den folgenden Zeilen, wie in ägyptischen Bockshornklee-Samen "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" die Ursache der Epidemie ermittelt worden sei und wie sich die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern "vom Beginn des Ausbruchsgeschehens an bewährt" habe.
Was die Bundesregierung hier auftischt, ist ein klarer Fall von Geschichtsklitterung! Weder ist der EHEC-Ausbruch aufgeklärt, noch wurden die Schwachstellen in Lebensmittelüberwachung und Infektionsschutz offen analysiert, geschweige denn behoben. Das ist die ungeschminkte Bilanz der EHEC-Krise.

Vor einem Jahr haben wir all die vielen Anfragen von Ihnen, liebe foodwatch-Interessierte, und von Medien zum Thema EHEC abgesagt. Zu unsicher war die Informationslage, zu wenig eigene Erkenntnisse hatten wir, um Fundiertes zur Diskussion beitragen zu können. Wir versprachen Ihnen aber damals, mit zeitlichem Abstand eine ausführliche Analyse vorzulegen. Diese haben wir heute, ein Jahr nach dem Ausbruch, unter dem Titel "Im Bockshorn" veröffentlicht:

foodwatch-Analyse zu EHEC

Mit unserem 29-seitigen Bericht können wir nachweisen, dass die Bundesregierung das EHEC-Geschehen und die Arbeit der Behörden in ein falsches Licht rückt. So hat zu Beginn der Epidemie Anfang Mai 2011 weder das Frühwarnsystem funktioniert noch die behördliche Zusammenarbeit: Am 23. Mai, als sich bereits 3.500 Menschen und damit 90 Prozent aller Erkrankten infiziert hatten, lag dem zuständigen Robert-Koch-Institut erst eine einzige Erkrankungsmeldung vor. Die - jetzt als besonders effektiv gelobte - Bund-Länder-Task-Force wurde am 3. Juni eingesetzt und konnte damit in Wahrheit kaum noch Einfluss auf den Verlauf der längst abgeschwächten Epidemie nehmen. Die erste öffentliche Warnung vor Bockshornklee-Sprossen erfolgte in Niedersachsen am 5. Juni, bundesweit erst am 10. Juni.

Auch die nun als quasi-erwiesen verbreitete These, dass der EHEC-Erreger über verunreinigte Bockshornklee-Samen aus Ägypten importiert und über einen Bio-Sprossenerzeuger im niedersächsischen Bienenbüttel verbreitet wurde, ist zwar denkbar, aber alles andere als belegt. Sie stützt sich auf nur rund 300 der mehr als 3.800 Erkrankungsfälle. Die Übersicht über alle Fälle hat die von der Bundesregierung eingesetzte "Task Force EHEC" nie veröffentlicht. Warum?

Gerade einmal 75 von 15.000 Kilogramm der mutmaßlich kontaminierten Samen-Chargen aus drei ägyptischen Farmen - also 0,5 Prozent - wurden an den Bienenbütteler Sprossenhof geliefert. Offen ist, weshalb die an viele andere Händler verkauften Samen derselben Chargen nicht zu EHEC-Infektionen führten. Schließlich konnte der Erreger weder auf den betroffenen Samen noch auf den ägyptischen Farmen je nachgewiesen werden. Mit der Festlegung auf die unbewiesene Ägypten-These aber wird vermittelt, der Fall sei gelöst und die Ursache des Problems liege im fernen Ägypten. Tatsächlich ist völlig unklar, woher der Erreger kam und ob er wieder virulent werden kann.

Die Behörden haben auch das bekannte, von rohen Sprossen ausgehende mikrobiologische Risiko unterschätzt. So stuften die niedersächsischen Behörden den Hof in Bienenbüttel als "Gartenbaubetrieb" ein und nicht als Lebensmittelhersteller - mit der Folge, dass er niedrigeren Hygienestandards und weniger strengen Kontrollen unterworfen war.

Die Krise "erfolgreich bewältigt", "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" die Ursache ermittelt, "bewährte" Behördenzusammenarbeit "vom Beginn des Ausbruchsgeschehens an"? Machen Sie sich selbst ein Bild und lesen Sie mehr in unserer Analyse:

foodwatch-Analyse zu EHEC als pdf zum Download!

Klicken Sie sich rein,

Ihr foodwatch-Team

Mittwoch, 23. November 2011

Riester Rente im Zwielicht? Legen Wir sogar noch drauf?

Nach einem Bericht der TAZ vom 22.11.2011 warnen Gutachter vor schwindenden Erträgen bei der Riester Rente. Es lohnt sich nur noch wenn man 85 Jahre alt wird. Und selbst da gibt es dann nur dürftige 2,5 % Verzinsung.

Interessant dabei ist das die durchschnittliche Lebenserwartung eines 2010 geborenen Jungen bei 77 Jahren liegt.
Auch die Lebenserwartung für Mädchen liegt "nur" bei 82 Jahren.
Allerdings ist diese Rechnung inklusive der Staatlichen Zuschüsse wenn man nur die eigene Aufwendungen rechnet reicht eine etwas kürzere Lebenszeit. das bedeutet das "Mann" wahrscheinlich nie eine 2,5% Verzinsung erreicht sonder noch drauf legt.
Gerügt werden unteranderem die hohen Abschluss und Verwaltungskosten bei den Riester Verträgen.
Nach diesem Zahlenwerk ist mal wieder klar wer hier gut verdient......und wer der dumme ist.
Dagegen sollten wir uns zur wehr setzt und es müssen noch viel mehr werden als 18.000 die es bei der letzten Demo waren.

Donnerstag, 17. November 2011

Es geht weiter

GROSS DEMO am Sa. 26.NOV. 2011

Ende letzter Woche konnten wir Erstaunliches in den Zeitungen lesen:
„Die Suche nach Atommüll-Endlager beginnt bei Null / weiße Landkarte /
Gorleben ist quasi schon vom Tisch.“ Pünktlich zur heißen Phase der
Mobilisierung ins Wendland hat es Bundesumweltminister Röttgen mal
wieder verstanden, genau das Gegenteil von dem in die Medien zu bringen,
was er eigentlich macht. Es gibt wohl kaum einen Politiker, bei dem
Worte und Taten weiter auseinanderfallen.

Gorleben soll leben!!

Sonntag, 13. November 2011

Für den aktiven Wähler.

Eine Organisation außerhalb von Recht und Gesetz??
Gib es so was?
Kann das wirklich sein?
Schaffen unsere Abgeordneten jetzt Recht und Gesetz ab?
Schaut euch mal den Film an.



KLICK: Hier können Sie Teilnehmen

Dienstag, 18. Oktober 2011

Der Protest geht weiter.

der Funke ist übergesprungen, die Bewegung ist da: Mehr als 40.000 Menschen haben am vergangenen Samstag allein in Deutschland ihre Wut über die Macht der entfesselten Finanzmärkte auf die Straße getragen und echte Demokratie eingefordert. Mit Aktionen in mehr als 50 Städten hat sich Attac an den Protesten beteiligt. In einigen Städten, unter anderem in Berlin, Frankfurt und Leipzig, haben Aktivist_innen Camps eingerichtet.

Der Protest geht weiter! Für kommenden Samstag, den 22. Oktober ruft Attac zu weiteren Aktivitäten auf. Anlass ist der EU-Gipfel in Brüssel am Tag darauf, bei dem ein neues Bankenrettungspaket beschlossen werden soll. Erneut sollen die Verursacher der Krise enorme Summen erhalten, während die Kosten auf die Bevölkerung abgewälzt werden. Das lassen wir uns nicht gefallen! Wir gehen auf die Straße, bis die Regierungen einlenken. Am 22. Oktober sind bereits Aktionen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Kiel, Köln und Schwerin geplant, weitere folgen. Aktuelle Infos über die laufenden Planungen werden im Lauf der Woche auf der Mobilisierungsseite für den 22. Oktober eingestellt. Beteiligt Euch, und unterstützt die Protestcamps in Euren Städten!
Attac fordert statt einer erneuten Rettung des Spielkasinos:

  •   Eine europäisch koordinierte Vermögenssteuer, eine Vermögensabgabe und die Schließung der Steueroasen!
  • Zerschlagen der Großbanken (z.B. durch die Trennung von Geschäfts- und Investmentbanking)!
  • Ein Verbot von Spekulationen auf Staatspleiten und die effektive Schwächung von Währungsspekulation durch die Einführung der Finanztransaktionssteuer!
  • Banken, die Steuergelder brauchen, werden mindestens zeitweilig vergesellschaftet, Leitungspersonal wird ausgetauscht und das Geschäftsmodell so verändert, dass es Realwirtschaft und Menschen zugute kommt!

 
Außerdem startet Attac heute gemeinsam mit unserem Kampagnenpartner Campact einen Appell an Bundeskanzlerin Merkel, im Interesse der Bürger_innen zu handeln und auf dem EU-Gipfel unsere Forderungen durchzusetzen. Bitte unterschreiben Sie/unterschreibt den offenen Brief an die Bundeskanzlerin!

 

 Der Newsletter von Attac

 

Montag, 17. Oktober 2011

Plantagen sind kein Regenwald!

überall auf der Welt werden Wälder für Baumplantagen gerodet. Diese Monokulturren für die industrielle Holzproduktion sind für Mensch, Natur und Klima eine Katastrophe. Die Einwohner werden dafür vertrieben, die Artenvielfalt vernichtet, die Böden, der Wasserhaushalt und das Klima ruiniert.

An geheizt wird diese verheerende Entwicklung durch die Vereinten Nationen (UN). Die UN-Welternährungsorganisation (FAO) definiert Baumplantagen als „Wälder“. Wenn Wälder für Industrieplantagen abgeholzt werden, gilt das für die FAO nicht als Entwaldung. Alle UN-Institutionen und viele Regierungen weltweit verwenden diese falsche Definition. Und im Rahmen des Kyoto-Protokolls der UN werden die Plantagen sogar mit Geldern aus dem CO2-Handel finanziert.

Bitte unterstützen Sie unsere aktuelle Aktion. Die UN und die FAO dürfen Holzplantagen nicht länger mit
Wäldern gleichsetzen:

http://www.regenwald.org/

Herzlichen Dank und beste Grüße
Klaus Schenck
newsletter von Rettet den Regenwald eV

Die Verbrauchertäuschung - Gentechnik im Tierfutter!

die bayerischen Verbraucher/innen lehnen Gentechnik in der Landwirtschaft und im Essen mehrheitlich ab. Trotzdem scheint die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Landwirte davon überzeugen zu wollen, genmanipuliertes Tierfutter einzusetzen.

So erklärt das LfL in seinen Informationen zu Fütterung und Gentechnik, dass von den zugelassenen GVO-Futtermitteln keine Beeinträchtigung für Tier, Lebensmittel und Mensch ausgehe.
Auch wird Gen-Soja in der LfL-Information als umweltschonende Futteralternative bewertet. Erfahrungsberichte aus Argentinien und Brasilien zeigen aber, dass der Anbau von Gen-Soja drastische soziale und ökologische Folgen hat. Regenwälder und andere bedeutende Ökosysteme fallen den Monokulturen zum Opfer. Für ein Kilo konventionellen Schweinebraten wird unter anderem der Ertrag von 3 m² Sojaacker verfüttert, 3 m² auf denen einmal artenreicher und klimaschützender Regenwald stand.
Das Umweltinstitut München nimmt Stellung zu den falschen Aussagen des LfL und fordert den Bayerischen Landwirtschaftsminister Brunner auf, Bäuerinnen und Bauern fair zu informieren und als ersten und sofortigen Schritt eine Umstellung auf genfreies Sojafutter einzuleiten. Auch müssen importierte Futtermittel auf Pestizid-Rückstandswerte untersucht werden, wie dies bereits in einigen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein der Fall ist. Das Ziel muss jedoch eine vollständige regionale Eiweißfutterversorgung sein.
newsletter des Umweltinstituts München
http://www.umweltinstitut.org/

"Verbraucher im Dunkeln" mehr Infos in diesem Flyer

Samstag, 15. Oktober 2011

Unsere Wahl!

Gemeinsam Landwirtschaft gestallten Newsletter von meine-landwirtschaft.de

Draussen wird es langsam kälter, aber die Auseinandersetzung um die künftige Agrarpolitik der EU geht nun endgültig in die heiße Phase. Gestern hat EU Kommissar Ciolos seinen offiziellen Gesetzentwurf vorgestellt. Noch eine halbe Stunde vor seiner Rede im Europaparlament hatten die Kommissare in Brüssel um Details gefeilscht. Ein großer Wurf ist es nicht geworden. Auch wenn „Greening“ und „Capping“, also ökologische Leistungen als Voraussetzung für Direktzahlungen an die Landwirtschaft und Höchstgrenzen für die Subvention von Grossbetrieben Schritte in die richtige Richtung sind, ist deren Inhalt mehr als enttäuschend. Die Kommission setzt weiter auf Wachstum, Wettbewerb, Export und „Strukturanpassung“, wie man das dramatische Bauernsterben in Europa in Brüssel nennt.
Jetzt liegt es bei den Regierungen und den Abgeordneten des Europaparlaments was sie aus dem Vorschlag der Kommission machen. Das heißt es liegt bei uns, wie die gewählten Vertreter mit der Zukunft der Landwirtschaft umgehen. Die ersten Reaktionen sowohl von Ministerin Ilse Aigner als leider auch aus dem europäischen Parlament, aber auch der Presse zeigen, dass wir noch ganz am Anfang stehen. Packen wir es an!

Enttäuschende Kommissions-Vorschläge – selbst die torpediert die Bundesregierung!
„Agrarpolitik ist keine Sozialpolitik“, kommentierte am Mittwoch der Leiter der EU-Abteilung des Landwirtschaftsministeriums, Guth die Vorschläge zur Reform der EU Agrarpolitik. Dacian Ciolos stellte sie in Brüssel als einen „neuen Vertrag der Gesellschaft mit der Landwirtschaft“ vor. Doch unter dem Druck der einschlägigen Lobbyverbände wurde sein hoffnungsvoll begonnenes Reformwerk bereits im eigenen Haus weichgekocht. Die neuen Umweltvorgaben (Fruchtfolge, ökologische Vorrangflächen, kein Gründlandumbruch) werden kaum nachhaltige Wirkung entfalten: Maximal 70% Monokultur einer einzigen Pflanze werden auch heute kaum überschritten. Wenn tatsächlich nur Grünland geschützt wird, das ab 2014 angemeldet ist, könnte dies 2012/2013 zu einem „Massaker“ an Wiesen und Weiden führen. Auf nur 7% der Ackerflächen Vorrang für Artenvielfalt zu garantieren reicht nicht aus. Beschränkungen der Höchstförderung faktisch erst ab 200.000 € Jahressubvention nach Abzug aller Lohnkosten wird nach Schätzung der EU-Kommission weniger als 200 Grossbetriebe in Deutschland treffen, falls die sich dem nicht noch mit Tricks entziehen. Die fatalen Exportsubventionen sollen weiterbestehen, ein Ausstieg aus den ebenso fatalen Billigimporten von Soja aus Regenwald für unsere Fleischproduktion wurde nicht gewagt.

Detailliertere Hintergrundinformationen und Fotos unserer gemeinsamen Aktion bei der EU-Kommission in Berlin finden Sie hier.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Agrarfabriken nicht länger mästen!

Die EU-Kommission will Subventionen nur noch an Landwirte zahlen, die ökologische und soziale Kriterien einhalten. Doch Landwirtschaftsministerin Aigner schützt die Agrarindustrie und torpediert die Pläne. Fordern Sie von Aigner eine Kehrtwende!
jährlich fließen Milliarden EU-Subventionen an Agrarindustrie und Lebensmittelkonzerne. Dioxine, Gentechnik und Antibiotika aus ihren Tierfabriken landen direkt auf unseren Tellern. Zurück bleiben ausgeräumte Landstriche und Monokulturen. Doch das kann jetzt anders werden.

Gestern hat die EU-Kommission ihr Konzept für eine grünere und gerechtere Agrarpolitik vorgelegt: Subventionen sollen nur noch an Betriebe fließen, die ökologische und soziale Mindeststandards einhalten. Zahlungen an industrielle Großbetriebe sollen gedeckelt werden. Beides sind wichtige Schritte in Richtung einer nachhaltigen Landwirtschaft.
Doch Landwirtschaftsministerin Aigner torpediert diese Pläne. Ihrer Meinung nach soll alles beim Alten bleiben: Die höchsten Zahlungen an die größten Betriebe ohne Rücksicht auf den Schutz von Tieren und Umwelt. Demnächst entscheidet sie in Brüssel über den Reformvorschlag der EU-Kommission.

Fordern Sie Aigner zur Kehrtwende auf!

Rund 60 Milliarden Euro und damit fast die Hälfte des EU-Haushalts fließen jährlich in die Landwirtschaft. Doch die Verteilung der Gelder ist höchst ungerecht: Ein Drittel der Subventionen geht an 1,5 Prozent der Betriebe. "Wachse oder weiche" heißt das Credo dieser Agrarpolitik. Für viele kleinere und mittlere Betriebe bedeutete dieses das Aus. Stattdessen entstehen mehr und mehr Agrarfabriken, die immer wieder für Lebensmittelskandale sorgen.

Die Chance, diese EU-Agrarpolitik zu ändern, war noch nie so groß. In den kommenden Monaten entscheidet sich, ob es zum Systemwechsel kommt: Weg von den Agrarfabriken, hin zur bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft. Mit den meisten Stimmen im Agrarministerrat spielt Deutschland eine entscheidende Rolle bei den Verhandlungen.

Unterzeichnen Sie unseren Appell an Merkel und Aigner!


Mit herzlichen Grüßen

Astrid Goltz

PS: Unter dem Motto "Occupy Wallstreet" sind in diesen Tagen Tausende in den USA auf der Straße. Sie besetzen Plätze und fordern Banken und Finanzmärkte wieder stärker an die Kette zu legen. Am kommenden Samstag, den 15 Oktober wollen auch wir hier in Deutschland unseren Protest in vielen Orten auf die Straße tragen. Im ganzen Land finden Demos und Aktionen statt - sicherlich auch in Ihrer Nähe. Protestieren Sie mit!
Übersicht über die geplanten Aktionen...

Aufruf von Attac und Campact zum dezentralen Aktionstag...

Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 504.067 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!
Campact
info@campact.de
Campact e.V.
Artilleriestraße 6
27283 Verden
campact.de

Für eine Finanztransaktionssteuer

Attac und Campact sammeln gemeinsam Online-Unterschriften


Unsere Kampagne "Steuer gegen Armut", die neben Attac von 85 zivilgesellschaftlichen Gruppen getragen wird, und der öffentliche Druck der internationalen Kampagnen haben gewirkt: Die Gründungsforderung von Attac setzt sich durch! Jetzt will die EU-Kommission endlich Konsequenzen ziehen: Mit einer europäischen Steuer auf Finanztransaktionen sollen Banken und Fonds zur Kasse gebeten werden. Doch die FDP stellt sich quer! Zeigen wir FDP-Chef Rösler, dass die Bürger_innen seine Klientelpolitik für Investmentbanken und andere Zocker nicht dulden! Gemeinsam mit Campact fordern wir Rösler und die FDP auf, die Blockadehaltung aufzugeben. Bereits in wenigen Tagen sind mehr als 47.000 Unterschriften zusammengekommen!



Newsmeldung zum Start der Aktion

Jetzt bei Campact unterschreiben

Weitere Informationen zur Finanztransaktionssteuer

Ein Rat schlag ist nötig: Attac Herbstratschlag!

Attac-Versammlung vom 28. bis 30. Oktober in Saarbrücken


Beim Attac-Ratschlag vom 28. bis 30. Oktober in Saarbrücken geht es um Positionen und Strategien von Attac angesichts der vielfältigen Krisen. Auch die Strukturen des Attac-Netzwerkes sind Thema. Die Delegierten verabschieden den Haushalt für das kommende Jahr und wählen die bundesweiten Gremien Attac-Rat und Koordinierungskreis. Der Ratschlag ist das höchste Entscheidungsgremium von Attac und offen für alle Interessierten - auch wenn sie noch nicht Mitglied sind. Die Anmeldung ist ab sofort online!
Mehr Infos unter http://www.attac.de/

Sonntag, 18. September 2011

Die Partei der Nicht Wähler (NW)

aus einer Meldung von Reuters heute am Sonntag 18.09.2011 um 14:14Uhr geht hervor das bei der zur Zeit in Berlin stattfindenden Wahl die Wahlbeteiligung um 12:00 Uhr bei 19,1 Prozent liegt.
Bei der Wahl 2006 lag die Wahlbeteiligung um diese Zeit  noch bei 22,5%.
Es scheint als würde die Zahl der Nicht Wähler immer mehr steigen.
Eine Partei der Nicht Wähler wäre also logisch und hätte die absolute Mehrheit mit bis zu 50% der Stimmen.
Denn die Zahl derer die offensichtlich mit unserm System und unserer Politik nicht zufrieden sind steigt mit jeder neuen Wahl.
Alle nicht abgegebenen Stimmen sollten der Partei der Nicht Wähler zuerkannt werden, so ist auch das nicht Wählen eine bewusste Politische Entscheidung der Bürger, und die Wahlbeteiligung (nicht Beteiligung) wäre bei 100%
Mein Beitrag zur Berlin Wahl.

Montag, 12. September 2011

So ALLERLEI: Freunde des Regenwaldes

So ALLERLEI: Freunde des Regenwaldes: der Gitarrenhersteller Gibson in den USA hat es auf tropisches Eben- und Rosenholz abgesehen, um damit seine Nobelgitarren zu verzieren. Auf...

Freunde des Regenwaldes

der Gitarrenhersteller Gibson in den USA hat es auf tropisches Eben- und Rosenholz abgesehen, um damit seine Nobelgitarren zu verzieren. Aufgrund des Raubbaus sind die begehrten Hölzer vom Aussterben bedroht und streng geschützt. Gibson kauft deshalb bei einer internationalen Holzmafia ein, die die Bäume auf Madagaskar illegal im Regenwald einschlägt, so der Vorwurf. Nun hat die US-amerikanische Bundesbehörde U.S. Fish & Wildlife Service den Gitarrenhersteller Gibson in Nashville und Memphis durchsucht – bereits zum zweiten Mal in knapp zwei Jahren. Auch aus Indien wurden Edelhölzer eingeführt und dabei gegen indische Gesetze verstoßen.
Bitte unterstützen Sie die Aktionen und fordern Sie Gibson auf, importierte Tropenhölzer durch heimische Arten zu ersetzen:

www.regenwald.org

Madagaskar hat eine atemberaubende Natur, die stark bedroht ist. Der Sender arte zeigt vom 19–22. September jeweils um 19.30 Uhr eine vierteilige Doku über diese „Insel der Wunder“.

Herzlichen Dank und schöne Grüße

Klaus Schenck
Rettet den Regenwald e. V.
Jupiterweg 15

22391 Hamburg

Mittwoch, 25. Mai 2011

Einsatz gegen den Drogenkrieg!

in Kürze könnten wir endlich Zeuge des Anfangs vom Ende des Krieges gegen die Drogen werden. Dieser teure Krieg ist gänzlich an der Herausforderung gescheitert, die Plage der Drogenabhängigkeit einzudämmen. Stattdessen hat er zahllose Menschenleben gefordert, ganze Gemeinschaften zerstört und Milliarden von Dollar in gewalttätige, organisierte Verbrechernetzwerke fließen lassen.
Experten sind sich darüber einig, dass Regulierung die sinnvollste Strategie ist. Doch die Politiker scheuen sich, auf das Thema einzugehen. In wenigen Tagen wird eine globale Kommission - darunter ehemalige Staatschefs und Außenpolitiker aus der UNO, der EU, den USA, Brasilien, Mexiko und anderen Staaten - das Tabu brechen und öffentlich neue Ansätze fordern, einschließlich der Entkriminalisierung und der Regulierung von Drogen.

Dies könnte ein einmaliger Wendepunkt sein -- wenn genügend von uns ein Ende dieses Wahnsinns fordern. Politiker behaupten zwar, sie würden einsehen, dass der Krieg gegen die Drogen gescheitert ist, doch sei die Gesellschaft noch nicht bereit für eine Alternative. Lassen Sie uns ihnen zeigen, dass wir eine bedachte und humane Politik nicht nur akzeptieren -- sondern verlangen. Klicken Sie auf den Link, unterzeichnen Sie die Petition und sagen Sie es weiter -- wenn wir 1 Million Stimmen sammeln, wird die Petition von der globalen Kommission persönlich an führende Regierungschefs übergeben:

http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/97.php?cl_tta_sign=e2a3f24556609e1ee0b1ab2b661a1d12

Mehr als 50 Jahre lang hat die derzeitige Drogenpolitik in jeder Hinsicht versagt, doch die öffentliche Debatte hat sich festgefahren, zwischen Angst und Fehlinformationen. Jeder, selbst das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, welches für die Umsetzung dieses Ansatzes verantwortlich ist, stimmt zu. Das Militär und die Polizei einzusetzen, um Drogenfarmen niederzubrennen, Drogenhändler zur Strecke zu bringen und Händler und Süchtige einzusperren ist ein teurer Fehler, der unzähligen Menschen das Leben kostet. Von Afghanistan über Mexiko bis in die USA zerstört der illegale Drogenhandel Staaten auf der ganzen Welt, während Abhängigkeit, Todesfälle wegen Überdosis und HIV/Aids-Infektionen weiter zunehmen.
Indes haben Länder mit einer weniger strikten Gesetzeslage -- wie die Schweiz, Portugal, die Niederlande und Australien -- nicht den explosionsartigen Anstieg des Drogenkonsums beobachten müssen, der von den Befürwortern des Drogenkriegs prophezeit wurde. Stattdessen wurde dort sowohl ein wesentlicher Rückgang von drogenbedingten Verbrechen festgestellt, als auch niedrigere Abhängigkeitsraten und weniger Todesfälle. Diese Länder können sich demnach voll und ganz auf die Bekämpfung von organisierten Verbrechen konzentrieren.
Doch mächtige Lobby-Interessen stehen dem Wandel im Weg. Hierzu zählen das Militär, Strafverfolgungsbehörden und Justizvollzugsanstalten, die alle die Streichung Ihrer Haushaltsgelder fürchten. Und die Politker fürchten sich vor einer Abwahl durch die Bürger, denn sie glauben, dass eine Unterstützung liberaler Ansätze als Schwäche im Bereich der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit ausgelegt werden würde. Doch viele ehemalige Minister und Staatschefs haben sich nach dem Verlassen ihrer Ämter für eine Reform ausgesprochen, und Umfragen zufolge wissen Bürger auf der ganzen Welt, dass der gegenwärtige Ansatz katastrophale Folgen hat. Doch die neue Strategie erhält immer mehr Unterstützung, vorallem in den Gebieten, die von dem Drogenkrieg heimgesucht sind.
Wenn es uns gelingt in den nächsten Tagen einen weltweiten Aufschrei zur Unterstützung des mutigen Vorstoßes der globalen Kommission einzuleiten, dann können wir die altbekannten Ausreden für den Status Quo übertönen. Unsere Stimmen halten den Schlüssel zum Wandel -- Unterzeichnen Sie die Petition und erzählen Sie Freunden und Bekannten von der Kampagne:
http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/97.php?cl_tta_sign=e2a3f24556609e1ee0b1ab2b661a1d12
Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, das Schlusskapitel dieses brutalen “Krieges” einzuläuten, der Millionen von Menschenleben zerstört hat. Nur die Weltöffentlichkeit kann bestimmen, ob dieser katastrophalen Politik ein Ende gesetzt wird, oder ob Politiker vor einer Reform zurückscheuen werden. Lassen Sie uns die Bedenken und Befürchtungen der Entscheidungsträger aus dem Weg räumen und sie gemeinsam zur Vernunft bringen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit

Alice, Laura, Ricken, Maria Paz, Shibayan und das ganze Avaaz-Team