Dienstag, 23. Oktober 2012

So ALLERLEI: Wir blasen euch den Marsch

So ALLERLEI: Wir blasen euch den Marsch: Wir blasen Euch den Marsch! Keine Patente auf Pflanzen und Tiere – Keine Gentechnik auf dem Acker, im Futter und in Lebensmitteln ! Auf...

Wir blasen euch den Marsch

Wir blasen Euch den Marsch!

Keine Patente auf Pflanzen und Tiere – Keine Gentechnik auf dem Acker, im Futter und in Lebensmitteln !




Aufruf zur öffentlichen Demonstration 30. November 2012.

Auftakt: ab 11 Uhr, am Odeonsplatz in München,

Abschlussaktion: 13 Uhr Europäisches Patentamt in München (Erhardtstr).

Patente auf Pflanzen und Nutztiere ermöglichen es Firmen wie Monsanto, Dupont, Syngenta, Bayer,BASF und der KWS Saat AG sich Monopolrechte an Pflanzen und Tieren zu sichern.Die internationalen Konzerne übernehmen so die Kontrolle über die Grundlagen der Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung. Gleichzeitig drücken die Konzerne immer mehr gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Markt, für deren Sicherheit niemand garantieren kann.

Zeit dagegen zu protestieren! Gemeinsam blasen wir der Gentechnik-Industrie den Marsch !

Mit Blasmusik gegen Patente auf Leben und Gentechnik in der Landwirtschaft. Und alle

bringen was mit: Trommeln und Trompeten, Pauken und Posaunen.......


Am 30.11.2012 läuft eine Frist für Einwendungen gegen ein wichtiges Patent am Europäischen Patentamt (EPA) in München ab: Die Öffentlichkeit kann bis dahin noch einmal Stellung beziehen zur Frage der Patentierbarkeit von Pflanzen und Tieren. Anlass ist das Patent auf eine konventionell gezüchtete Tomate mit geringerem Wassergehalt – die sogenannte Schrumpeltomate (EP 1211926). Das EPA hat bereits 2.000 Patente auf Pflanzen und 1.200 Patente auf Tiere erteilt. Treiber der Entwicklung sind Konzerne wie Monsanto, Bayer, Syngenta, Dupont, die KWS Saat AG und BASF, die Pflanzen und Tiere, Saatgut und Lebensmittel patentieren und sich so nach und nach unsere Lebensgrundlagen aneignen wollen. Gleichzeitig drücken die Konzerne ihre risikobehafteten Gentechnik-Pflanzen auf den Markt. Die meisten produzieren Insektengifte oder sind resistent
gegen Pestizide. Diese Entwicklung ist ein Irrweg für die Landwirtschaft und ein unzumutbares Risiko für die Verbraucher.

Stopp der EU Zulassungen für gentechnisch veränderte Pflanzen !

Stopp der Patentierung von Pflanzen und Tieren !

ViSdP: Georg Janßen, AbL - Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V

Donnerstag, 27. September 2012

UmFairteilen

Die Spaltung in Arm und Reich schreitet in Deutschland voran. Das belegen Zahlen aus dem Entwurf des aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: Zehn Prozent der Deutschen verfügen inzwischen über 53 Prozent des Gesamtvermögens.
Dagegen kommen die "unteren" 50 Prozent der Haushalte nur noch auf einen Anteil von gerade einmal einem Prozent am Nettovermögen. Matthias Höhn, Bundesgeschäftsführer der LINKEN, bezeichnete den Bericht als "Armutszeugnis" und forderte eine deutliche Anhebung des Spitzensteuersatzes, die Einführung einer Millionärsteuer sowie gute Löhne, einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn und ein Verbot von Leiharbeit.

Mit machen beim Aktionstag am 29.09.2012 Umfairteilen

In viel Städten in Deutschland.
 

Freitag, 4. Mai 2012

EHEC-Krise ein Jahr danach

Ein Newsletter von Foodwatch hier veröffentlicht:


ein Jahr nach der EHEC-Krise im Frühjahr 2011 hat die Bundesregierung eine bemerkenswerte Bilanz gezogen: Die größte je in Deutschland bekannt gewordene EHEC-Epidemie sei "erfolgreich bewältigt" worden, schwärmten die Minister für Gesundheit und Verbraucherschutz, Daniel Bahr (FDP) und Ilse Aigner (CSU) gestern in einer gemeinsamen Presseerklärung. Und lobten in den folgenden Zeilen, wie in ägyptischen Bockshornklee-Samen "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" die Ursache der Epidemie ermittelt worden sei und wie sich die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern "vom Beginn des Ausbruchsgeschehens an bewährt" habe.
Was die Bundesregierung hier auftischt, ist ein klarer Fall von Geschichtsklitterung! Weder ist der EHEC-Ausbruch aufgeklärt, noch wurden die Schwachstellen in Lebensmittelüberwachung und Infektionsschutz offen analysiert, geschweige denn behoben. Das ist die ungeschminkte Bilanz der EHEC-Krise.

Vor einem Jahr haben wir all die vielen Anfragen von Ihnen, liebe foodwatch-Interessierte, und von Medien zum Thema EHEC abgesagt. Zu unsicher war die Informationslage, zu wenig eigene Erkenntnisse hatten wir, um Fundiertes zur Diskussion beitragen zu können. Wir versprachen Ihnen aber damals, mit zeitlichem Abstand eine ausführliche Analyse vorzulegen. Diese haben wir heute, ein Jahr nach dem Ausbruch, unter dem Titel "Im Bockshorn" veröffentlicht:

foodwatch-Analyse zu EHEC

Mit unserem 29-seitigen Bericht können wir nachweisen, dass die Bundesregierung das EHEC-Geschehen und die Arbeit der Behörden in ein falsches Licht rückt. So hat zu Beginn der Epidemie Anfang Mai 2011 weder das Frühwarnsystem funktioniert noch die behördliche Zusammenarbeit: Am 23. Mai, als sich bereits 3.500 Menschen und damit 90 Prozent aller Erkrankten infiziert hatten, lag dem zuständigen Robert-Koch-Institut erst eine einzige Erkrankungsmeldung vor. Die - jetzt als besonders effektiv gelobte - Bund-Länder-Task-Force wurde am 3. Juni eingesetzt und konnte damit in Wahrheit kaum noch Einfluss auf den Verlauf der längst abgeschwächten Epidemie nehmen. Die erste öffentliche Warnung vor Bockshornklee-Sprossen erfolgte in Niedersachsen am 5. Juni, bundesweit erst am 10. Juni.

Auch die nun als quasi-erwiesen verbreitete These, dass der EHEC-Erreger über verunreinigte Bockshornklee-Samen aus Ägypten importiert und über einen Bio-Sprossenerzeuger im niedersächsischen Bienenbüttel verbreitet wurde, ist zwar denkbar, aber alles andere als belegt. Sie stützt sich auf nur rund 300 der mehr als 3.800 Erkrankungsfälle. Die Übersicht über alle Fälle hat die von der Bundesregierung eingesetzte "Task Force EHEC" nie veröffentlicht. Warum?

Gerade einmal 75 von 15.000 Kilogramm der mutmaßlich kontaminierten Samen-Chargen aus drei ägyptischen Farmen - also 0,5 Prozent - wurden an den Bienenbütteler Sprossenhof geliefert. Offen ist, weshalb die an viele andere Händler verkauften Samen derselben Chargen nicht zu EHEC-Infektionen führten. Schließlich konnte der Erreger weder auf den betroffenen Samen noch auf den ägyptischen Farmen je nachgewiesen werden. Mit der Festlegung auf die unbewiesene Ägypten-These aber wird vermittelt, der Fall sei gelöst und die Ursache des Problems liege im fernen Ägypten. Tatsächlich ist völlig unklar, woher der Erreger kam und ob er wieder virulent werden kann.

Die Behörden haben auch das bekannte, von rohen Sprossen ausgehende mikrobiologische Risiko unterschätzt. So stuften die niedersächsischen Behörden den Hof in Bienenbüttel als "Gartenbaubetrieb" ein und nicht als Lebensmittelhersteller - mit der Folge, dass er niedrigeren Hygienestandards und weniger strengen Kontrollen unterworfen war.

Die Krise "erfolgreich bewältigt", "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" die Ursache ermittelt, "bewährte" Behördenzusammenarbeit "vom Beginn des Ausbruchsgeschehens an"? Machen Sie sich selbst ein Bild und lesen Sie mehr in unserer Analyse:

foodwatch-Analyse zu EHEC als pdf zum Download!

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Ihr foodwatch-Team